Lob den Säuliämtler Kantonsräten

Am Montag hatte der Kantonsrat sich dafür ausgesprochen, dass im Kanton Zürich die feudale Untrennbarkeit von Kirche und Staat erhalten bleibt. Er empfiehlt dem Volk eine Ablehnung der Kirchensteuerinitiative. Somit sollen KMUs weiterhin verpflichtet sein, Jahr für Jahr rund 100 Millionen Franken Kirchensteuern zu bezahlen, unabhängig davon, ob die Unternehmer Mitglieder der Landeskirchen sind oder nicht, ob es sich um ein Malergeschäft oder einen koscheren Metzger handelt oder nicht. Freiwillige Spenden sind auch bei Annahme der Initiative möglich, lediglich der Zwang, die drei Landeskirchen zu unterstützen, entfällt.

Mein Lob gilt den Säuliämtler Kantonsräten, die sich für diese dringend nötige Trennung von Kirche und Staat und tiefere Steuern eingesetzt haben. Die Kantonsräte Olivier Hofmann, Hans Peter Häring, Jakob Schneebeli, Martin Haab und Hans Wiesner setzten sich für einen liberalen, wettbewerbsfähigen und unternehmerfreundlichen Kanton ein. KR Hans Läubli hat sich wenigstens enthalten. Weiter so!

Einzig der Sozialist Spillmann hat, mit der reaktionären Mehrheit des Kantonsrates, unfreiwillige Umverteilung, staatlichen Religionszwang und mittelalterliche Pfründen der Kirche gefestigt. Er erachtet Religion nicht als Privatsache, sondern ist dezidiert der Meinung, dass die Kirche eine staatliche Autorität mit Hoheitsrechten ist. Er will die folgende absurde Situation erhalten: Privatpersonen können aus der Kirche austreten, falls sie sich nicht mit einer der drei Landeskirchen identifizieren können. Trotzdem sind konfessionslose Selbstständige gezwungen, via ihr Unternehmen, Kirchensteuern zu bezahlen.

Glücklicherweise ist das letzte Wort noch nicht gesprochen: Am 18. Mai 2014 stimmt die Zürcher Bevölkerung über die Vorlage ab.

Florian Maier

Vorstandsmitglied Jungfreisinnige Säuliamt und Kanton Zürich